Presseberichte
Internationale Generalprobe für das hauseigene Turnier

Greppiner Springreiter platziert sich während internationaler Messe „Partner-Pferd“
„Klappern gehört zum Handwerk!“, schmunzelte Dominik Jahn als er aus dem Parcours der Leipziger Messehalle 3 kam und noch einmal prüfend auf die Leinwand schaute. Fehlerfrei, trotz einiger Klopfer des Hufes seines großen Braunen „Levist“ an den Stangen der Hindernisse, beendete er den Ritt durch das letzte nationale schwere Springen. „Man ist es ja nicht gewohnt bei einem solchen internationalen Event mitreiten zu können. Da genießt man jeden Moment, vor allem wenn es in das Stechen geht.“, führte Jahn fort und nutzte die kurze Zeit „Levist“ noch einmal auf den letzte Aufgabe vorzubereiten. Konzentriert und den verkürzten Stechparcours im Kopf ging es los und beinahe gelang dem Greppiner Reiter-Pferd-Paar das Doppel. Lediglich eine Stange rollte aus der flachen Halterung und zerstörte den Traum vom Sieg. Die Teilnahme am Stechen schon als ersten Erfolg gewertet freute sich Dominik Jahn trotzdessen über seine Platzierung, auch wenn ihm die goldene Schleife für den Sieg sicher besser gefallen hätte.
Die nationalen Springprüfungen gehörte zum Rahmenprogramm der „Partner-Pferd“-Messe 2011, auf welcher insgesamt vier Weltcupfinals ausgetragen wurden, eine absolute Premiere in der Reitsportszene. Eine Teilnahme auf diesem Turnier ist damit nicht leicht zu erreichen. Zahlreiche Qualifikationen über die gesamte Turniersaison mit den dazu gehörigen Erfolgen sind Voraussetzung, um in den Genuss zu kommen, mit internationalen Größen auf einer Veranstaltung zu reiten. Für die „Großen“ wurde jedoch die Haupthalle reserviert, welche mit fast 10.000 Zuschauern auch international Ihresgleichen sucht. In dieser wurden während der fünf „Partner-Pferd“-Tage die neuen Weltcupsieger im Springen, Dressur, Fahren und Voltigieren gekürt.
Der Freude von Dominik Jahn über den Erfolg in Leipzig, weichte aber schon am Montag der Vorbereitung für das hauseigene Turnier. Keine fünf Tage später, vom 06.-08.05.2011, wird der Reiter zum Offiziellen und gehört zum Organisationsteam des in Mitteldeutschland renommierten Reitturnieres im Reitstadion zu Greppin. Ebenfalls am Start ist auch der Chef-Designer der Leipziger Parcours in der Messehalle 3, Marco Hesse. Für ihn gibt es am Turnierstandort, unweit des Bayer-Werkes, eine etwas andere Aufgabe zu lösen, denn statt einfacher Hindernisstangen delegiert der erfahrene Parcoursbauer schwere Baumstämme, um die zweite Auflage des Greppiner Derbys zu gestalten. „Man sollte schon schwindelfrei sein, wenn man das Derby reiten möchte!“, schmunzelt Hesse, während er auf den großen Wall als Bestandteil der Prüfung verweist, den die Pferde herabsteigen müssen.
Zahlreiche weitere Prüfungen bieten während der drei Turniertage den Hundertschaften von Spring- und Dressurreitern die Möglichkeit, sich sportlich zu messen. Am Samstagabend genießen dann alle bei hoffentlich sternenklarem Himmel das einmalige Höhenfeuerwerk, zu welchem viele Zuschauer erwartet werden.
Text: Andreas Heine
Ältere Berichte:
Cowboyromantik neben dem „Greppiner Wall“
Greppiner-Derby feiert Premiere beim traditionellen Reitturnier

Eine trügerische Ruhe herrscht in den letzten Tagen vor dem 54. Reitturnier im Greppiner Reitsportstadion, nur einen Steinwurf vom Chemiepark entfernt. Nach der langen Zeit der Vorbereitung warten nicht nur die Vereinsmitglieder auf den Startschuss, denn auch die Hundertschaften an Reitern mit ihren Pferden freuen sich auch in diesem Jahr von Freitag bis Sonntag auf dem heiligen Rasen den Besten zu ermitteln.
Trotz aller Tradition hält der Verein aber nicht nur an alten Bräuchen fest, sondern ist stets offen für innovative Ideen. Dazu zählt auch die Zusammenarbeit mit den „Greppiner Longhorns“, welche in diesem Jahr zum dritten Mal das große Turnier mit ihrem traditionellen Western-Weekend am Rande des Hauptplatzes begleiten. „Die Verbindung zwischen dem klassischen Reitsport und den Cowboys ist eine gelungen Abwechslung für jung und alt.“, beschreibt auch Joachim Schunke, Vorsitzender des Greppiner Reitvereins, das Zusammenwirken der beiden Vereine. Im Angebot der Cowboys befindet sich neben Hufeisen- und Wild-West-Lassowerfen auch Linedance im Programm, das am Samstagabend mit dem Auftritt der Stimme von „Pullman-City“, dem Countrysänger „James Dee“, ihren Höhepunkt feiert. Zu den Zuschauern bei diesem Konzert werden auch die Mitglieder des Greppiner Heimatvereins gehören. Sie nutzen in diesem Jahr das Reitturnier, um sich am Rande des Springplatzes vorzustellen. Der vom Heimatverein veranstaltete Flohmarkt am Samstag und Sonntag rundet das große Angebot auf dem großzügigen Gelände ab und bietet damit auch ein hervorragendes Rahmenprogramm für die reitsportinteressierten Zuschauer.
Auf dem wohl gehüteten Rasenplatz geht es dann von Freitag bis Sonntag heiß her. In Springprüfungen bis zu schweren Klasse (1.40m Hindernishöhe) beweisen Reiter aus Sachsen-Anhalt und den angrenzenden Bundesländern ihr Können. Neben der Hauptspringprüfung am Sonntagmittag, ein Springen der Klasse S mit Stechen, gibt es 2010 einen zweiten Höhepunkt auf dem Hauptplatz. Ausgeschrieben wurde eine Derby-Springprüfung, wie man sie auch ähnlich aus der Hansestadt Hamburg kennt. Die große Besonderheit stellt dabei der „Greppiner Wall“ dar. Mit mehr als zwei Metern Höhe kann dabei so manchen Reiter schon etwas schwindelig werden. „Es erfordert viel Mut des Reiter und Vertrauen zum Pferd um hier herunter zu reiten.“, bemerkt auch Mirko Claus von den Greppiner Longhorns, als er neben Alexandra Liesche auf ihrem Happy Smile den Hang herunterschaut. Der Sieger dieser Prüfung darf sich dann am Sonntag als „Champion“ küren lassen und wird damit als erster seiner Art in die „Greppiner-Derby“-Geschichte eingehen. Etwas ruhiger aber nicht weniger hochklassig geht es auch auf dem Dressurviereck zu. Hier wird im Frack und mit Zylinder um die goldene Schleife gekämpft und jeder Fehltritt von den Richtern kritisch beobachtet.
Was wäre das Reitturnier aber ohne die Abendveranstaltung unter Flutlicht am Samstagabend. Im gleißenden Licht der Scheinwerfer werden nach dem nun schon fast traditionellen Linedance aller Longhorns, die 2-PS starken Kutschen an den Start gehen und in rasanten Fahrten um die Kegel die kürzeste Strecke zwischen Start und Ziel suchen. Der Gewinner genießt anschließend eine einmalige Siegerehrung, welche mit dem großen Feuerwerk gekrönt wird.
„Das wird das wohl ein sehr abwechslungsreiches Programm werden.“, lächelt Joachim Schunke schon in gespannter Vorfreute auf das diesjährige Turnier.
Der sportliche Startschuss fällt von Freitag bis Sonntag täglich um 08:00Uhr und endet am Samstag mit dem Feuerwerk gegen 21:00Uhr. Das Derby findet am Sonntag um 11:00Uhr vor dem „Großen Preis“ um 13:15Uhr statt. Weitere Informationen finden sie unter: www.greppiner-reitturnier.de.
Text: Andreas Heine
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